26.10.2013Dass der Wettkampf spannend sein würde, war im Vorfeld bereits klar, aber dass dieser erst mit der letzten Übung entschieden wird, sorgte für zusätzliche Spannung bis zum Schluss. Die Oberhausener begannen wie erwartet stark am Boden und gingen mit 5 zu 2 in Führung. Am Pauschenpferd patzte der TuS Leopoldshöhe 3 mal und der Rückstand wuchs auf 9 Punkte an. An den Ringen konnte dieser mit einem Unentschieden gehalten werden. Jetzt sollte wie gewohnt die zweite starke Hälfte der Gäste kommen, doch es folgte ein Rückschlag am Sprung. Am Barren musste der Rückstand nun egalisiert werden und da die Gastgeber an diesem Gerät 2 mal gepatzt hatten, stand es 24:24 vor dem letzten Gerät Reck. Dort zeigten sich die Leos wiederum nervenstark und turnten ihre Übungen sauber durch. Trainer Jens Fischer setzte nach der erstmaligen Führung goldrichtig und seine Mannschaft gewann am Ende des Wettkampfes hauchdünn mit 2 Punkten Vorsprung. Beim letzten Duell war die Entscheidung bereits klar und der Cheftrainer der Gäste Siegfried Ingendorn gratulierte bereits vor der Vergabe der Endwertung zum verdienten Sieg. Dabei fasste er die Niederlage wie folgt zusammen:“ Wir haben den Wettkampf heute am Barren durch die beiden Fehler verloren und ihr habt es heute somit verdient zu gewinnen“. Die gesamte Leo-Mannschaft empfand es als eine sehr faire sportliche Geste seitens der Gastgeber und dankt dafür noch einmal. Die Oberhausener Fans waren jedoch nicht so vorbildlich und pfiffen die Gäste am letzten Gerät aus. „ Auch wenn man mit den Entscheidungen des Kampfgerichts nicht einverstanden ist, sollte man die gegnerische Mannschaft nicht auspfeifen. Das ist einfach nicht fair, weil die Jungs nur ihr Zeug turnen, alles andere hängt nicht von Ihnen ab“, so der Teamchef der Leo’s Friedrich Wilhelm Nagel. Zusätzlich ist das Auspfeifen noch weniger nachzuvollziehen, weil von der Kampfrichterseite aus das Leopoldshöher Team benachteiligt wurde und der letzte Leo-Turner Dimitri Trefilovs für seine saubere Übung am Reck mehr Abzüge bekommen hat als der vor ihm turnende belgische Turner, der zwei grobe Fehler vorzuweisen hatte. Da Dimitri jedoch 1,8 Punkte mehr an Ausgangswert als sein gegenüber Kai Berner hatte, konnte das Kampfgericht nicht mehr entscheidend den Sieg der Leos verhindern. Insgesamt war das ein ausgeglichenes Duell mit den Fehlern am Pauschenpferd auf der Leopoldshöher Seite und den Fehlern am Barren auf der Oberhausener Seite, mit einem glücklicheren Ende für die Turner aus der Lippe. In zwei Wochen geht es gegen die wieder erstarkten Heidelberger mit einem weiteren Turnkrimi.